
In dieser Podcast-Folge analysiert der Sprecher den Börsengang von SpaceX und seine eigene Fehlentscheidung, die Zeichnung der Aktien zurückzuziehen. Er hatte ursprünglich für 70.000 Euro gezeichnet,...
In dieser Podcast-Folge analysiert der Sprecher den Börsengang von SpaceX und seine eigene Fehlentscheidung, die Zeichnung der Aktien zurückzuziehen. Er hatte ursprünglich für 70.000 Euro gezeichnet, aber aufgrund negativer Erfahrungen mit einem früheren IPO (bei dem er einen Verlust von 35.000 Euro erlitt) die Order storniert. Dadurch verpasste er einen möglichen Gewinn von rund 2.000 Euro, da SpaceX am ersten Handelstag von 135 auf 160,95 Dollar stieg. Der Sprecher betont, dass dies für ihn kein existentieller Verlust sei, aber dennoch ärgerlich.
SpaceX wurde mit einer Bewertung von 1,77 Billionen Dollar gestartet und erreichte nach dem Schlusskurs über 2 Billionen Dollar – mehr als 99,9 % aller börsennotierten Unternehmen weltweit. Der Sprecher hält diese Bewertung für fundamental nicht gerechtfertigt. SpaceX erzielte 2025 einen Umsatz von 18,7 Milliarden Dollar, aber einen Nettoverlust von 5 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: DHL hat einen ähnlichen Umsatz, ist aber nur 57 Milliarden Dollar wert. Selbst das bereinigte EBITDA von 6,6 Milliarden Dollar rechtfertigt keine Bewertung von über 2 Billionen Dollar. Der Sprecher kritisiert, dass der Börsenprospekt stark auf zukünftige KI-Erlöse setzt, insbesondere auf Rechenzentren im Weltall, die mit Solarenergie betrieben werden sollen. Diese Vision sei technisch möglich, aber wirtschaftlich höchst spekulativ und werde wahrscheinlich nicht bis 2028 realisiert.
Der Sprecher unterscheidet zwischen kurzfristigen Spekulanten und langfristigen Investoren. Für Spekulanten könnte die Aktie aufgrund des geringen Free Flows kurzfristig weiter steigen, etwa auf 180 oder 200 Dollar. Er empfiehlt, die Aktie zu halten, solange der Kurs über 150 Dollar bleibt, und einen mentalen Stopp-Loss zu setzen. Für langfristige Anleger rät er jedoch dringend ab. Der Hauptgrund sei die extreme Abhängigkeit von Elon Musk. Sollte Musk ausfallen – sei es durch Unfall, Stress oder andere Gründe – könnte der Kurs um 50-70 % einbrechen. Diese Konzentration auf eine Person sei ein unkalkulierbares Risiko, das der Sprecher nicht eingehen möchte. Zudem warnt er vor den Lock-Up-Perioden, die im August auslaufen könnten, was zu Verkaufsdruck führen würde. Insgesamt sieht er SpaceX als eine spekulative Wette, nicht als solide Langzeitinvestition.